Ulrike Kriegler-Radlingmayr

Riki Retusche
Ich, Ulrike Kriegler-Radlingmayr erhielt am 13.04.2006 die Diagnose Multiple Sklerose. Nachdem ich einige Semester Medizin studiert hatte entschied ich mich damals für eine rein schulmedizinische Behandlung jedoch ohne Heilungsaussichten. Mein Zustand verschlimmerte sich so rapide und die herkömmlichen Interferone zeigten mehr Neben – als Wirkung, dass ich mich entschloss mir eine radikalere medikamentöse Therapie verabreichen zu lassen. So begann ich am 13.04.2007 mit der Chemotherapie, die bei dieser Verlaufsform der MS gute Studiendaten vorzuweisen hatte und vor allem schon lange angewendet wurde. So hatte ich wenigstens eine gesicherte Datenlage, wenn auch hier wiederum nur eine Verlangsamung des Fortschreitens möglich war. Mögliche Nebenwirkungen wie Veränderungen am Herzen oder Karzinome waren mir völlig egal, denn ich musste ja weiterhin alles im Griff haben. Um das zustande zu bringen ließ ich mir an schlechten Tagen auch noch hochdosierte Cortison Infusionen verabreichen.

Ich hatte mich aber damit gut arrangiert, mein Leben funktionierte, ich funktionierte, wie immer schon. Alle 3 Monate holte ich mir donnerstags die Infusion, Freitag ging ich Zeitausgleich und Montag saß ich wieder im Büro. Die Übelkeit hatte ich, genauso wie alles andere auch, im Griff. Kaum jemand wusste überhaupt davon, denn meine möglichen Gehstrecken und alles was ich sonst noch brauchte, organisierte ich immer so, dass ich kaum Probleme hatte, und so merkte auch niemanden etwas. Wenn ich humpelte hatte ich immer eine gute Ausrede parat, denn mein rechtes Knie war schon 3x operiert und sah dementsprechend aus. So dachte sich auch niemand etwas trotzdem ich links humpelte.

Dieses Spiel gelang mir bis Ende 2008, doch dann begann alles zu bröckeln. Im Beruf und Privat ging nichts mehr. Meine Beziehung ging in Brüche meine berufliche Situation wurde auch verändert und ich, ich glaubte weiterhin alles in Griff haben zu müssen und tat unbeirrt weiter. Holte meine Chemos, ging brav zur Arbeit, die ich nun nach von mir ungewollten Veränderungen aber überhaupt nicht mehr mochte, und mir jetzt sogar mehr schadete als gut tat. Aber ich verdiente recht ordentlich und so konnte ich wieder alles vermeintlich im Griff haben.

Ich verdrängte völlig, dass es mir immer schlechter ging, mein Körper wurde immer weniger (55kg) und ich wurde immer noch kränker. Ständig hatte ich etwas, was natürlich auf die Chemo geschoben wurde. Jetzt war 2009 und die Situation war schlicht aussichtslos. Es war nichts mehr in Sicht, was für mich positiv war.

Wenige Menschen zog ich ins Vertrauen aber genauso ein Ausnahmemensch gab mir den Tipp zu einem Reading zu gehen. Ich hielt von dem ganzen Hokuspokus überhaupt nichts, aber nachdem diese Frau es auch schon gemacht hatte und ich großen Respekt vor Ihr hatte, wollte ich es auch ausprobieren und machte sogar noch am selben Tag einen Termin aus. Ich wusste damals nicht, dass das mein ganzes Leben verändern würde. Mein Körper reagierte, ich reagierte und ich konnte es mir nicht erklären. Ich ließ es dann wieder sein, bis sich alles noch mehr verschlechterte, ging noch einmal zu einem Reading und dann im Herbst 2010 begann ich selber mit der Ausbildung zum Aura Reading. Während dieser Ausbildung kamen Höhen und gewaltige Tiefen, aber an den Kurswochenenden war ich immer wieder so halbwegs fit. Ich bekam Fieber, über 6 Monate hatte ich Fieber, viele Infektionen, die mich dann im Sommer 2011 beinahe das Zeitliche segnen ließen. Das Gute war, dass ich nie Angst hatte, ich war immer völlig im Vertrauen egal, wie es ausgehen würde. Und ich wurde wieder gesund! Am 19.01.2011 ließ ich mir die letzte Chemo geben und im Juni 2013 startete ich mein eigenes Unternehmen! Und das wichtigste ist… ich bin GLÜCKLICH!
Durch die Energiearbeit bin ich zu Kräften gekommen, die ich nicht mehr hatte und von denen ich auch nicht wusste, dass ich sie habe. Heute weiß ich, dass sie jeder in sich trägt, man muss sich „nur“ trauen hinzusehen, dass schmerzvolle Alte annehmen, bearbeiten und … frei sein. :-)